ein schwarzer Tag für die Kultur

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ein schwarzer Tag für die Kultur

Mit den, von der Bundesregierung, beschlossenen Maßnahmen haben die Entscheidungsträger das letzte Vertrauen der rund 1,7 Mio in der Veranstaltungsbranche Tätigen verspielt.

All jene, die mit gut funktionierenden und stets in Absprache mit den jeweiligen Ordnungsämtern durchgeführten Hygiene-Konzepten einen Funken Hoffnung verbreitet und den Kulturbetrieb irgendwie aufrecht erhalten haben, sind jetzt pauschal mit Organisatoren von Geburtstagspartys, Hochzeitsfeiern, Besäufnissen und weiteren privaten Feiern abgestraft worden. Die Bemühungen um strikte Einhaltung der Vorgaben, die ohnehin nur einen symbolischen Betrieb zuließen, wurden für Null und Nichtig erklärt. Etwaige Investitionen in neue Lüftungen und weitere Sicherheitskonzepte waren für die Katz. Obwohl in der Kulturbranche eine gut funktionierende Nachverfolgung gegeben war, obwohl nachweislich Theater und andere Veranstaltungsorte nie als Cluster von Infektionen benannt wurden, werden genau diese Orte nun wieder geschlossen.

Während der Presse-Erklärung kein Wort zu etwaigen finanziellen Entschädigungen der zu Unrecht Betroffenen. Zwar hat Markus Söder für Bayern ein Grundeinkommen für die Kultur in Aussicht gestellt….Frau Merkel hat diesen Ansatz nicht aufgegriffen. Jetzt wird es finster, nicht nur für die Veranstalter und uns Künstler, für Agenturen, Caterer, Bühnenhelfer, Musiker….es wird auch finster, was das Vertrauen in maßvolle politische Entscheidungen anbelangt. Wenn Politik am Ende nur pauschalisiert, nicht Unterscheidungen trifft, wenn nicht mehr abgewogen sondern alles in einen Kübel geworfen wird, gewinnt sie am Ende nicht die Zustimmung derer, die sich nach Kräften bemüht haben, alle Vorlagen zu erfüllen.

Wer bleibt nach diesen nächsten Wochen noch übrig?

Auch nach sechs Monaten unentwegter Aufklärung hat die Regierung nicht erkannt und für wichtig erachtet, wieviele Menschen von Kultur leben, ihre Steuern zahlen, erheblich zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, Arbeitsplätze schaffen und dem Land einen bunten Stempel aufdrücken. Spätestens, seit Jens Spahn dazu aufgerufen hat, jegliche Veranstaltungen zu meiden, war zu befürchten, dass 200 ruhig im Theater sitzende Menschen gleichgesetzt wurden mit besoffenen und distanzlos agierenden Personen….in meinen Augen eine Schande und Nicht-Achtung einer wertschöpfenden und gerade jetzt rücksichtsvoll arbeitenden Branche, die es in ihrer großen Vielfalt so nicht mehr geben wird.